Max Liebermann
Er besuchte eine humanistische Kleinkinderschule, die er genauso wie jede andere Bildungseinrichtung hasste. Als sein Vater im Jahre 1859 ein Ölgemälde von seiner Gemahlin in Auftrag gab, wurde diese von Max Liebermann zu der Malerin Antonie Volkmar begleitet. Aus Langeweile ließ er sich von der Malerin einen Stift geben und begann zu zeichnen. Selbst in hohem Lebensalter war die Malerin auf die Entdeckerin von Max Liebermann stolz. Max Liebermann erhielt an schulfreien Nachmittagen Privatunterricht von Eduard Holbein und Carl Steffeck. Nach dem Abitur begann Max Liebermann an der Friedrich-Wilhelm-Universität ein Chemiestudium. Dieses Studium sollte jedoch als Vorwand dienen, sich der Kunst widmen zu koennen. Anstatt bei Vorlesungen anwesend zu sein, ging er in den Tiergarten und malte. Seine künstlerische Ausbildung erfolgte in Weimar. Nach Reisen nach Paris und Amsterdam und den dazu gehörigen Aufenthalten brachte er zuerst naturalistische Kunstwerke zu sozialen Themen hervor.
Durch sein Interesse an den französischen Impressionisten fand er seinen eigenen Stil, der sein typisch für sein Hauptwerk ist. Symbolisch ist sein Schaffen als Übergang der Kunst vom 19. Jahrhundert in die Klassische Moderne des Wilhelminismus und der Weimarer Republik zu betrachten. Als Präsident der Berliner Sezession forcierte er diesen Umschwung. In den Jahren 1920 bis 1933 war er der Leiter der Preussischen Akademie der Künste, aufgrund der nationalsozialistischen Beeinflussung der Kunstpolitik trat er von seinem Amt zurück. Während er vom Balkon seiner wohnung einen Aufmarsch der SA beobachtete, tat er den berühmten Ausspruch: "Ich kann gar nicht so viel fressen, wie ich kotzen möchte". Max Liebermann starb am 8. Februar 1935 in Berlin. Er gilt bis heute als der wichtigste deutsche Impressionist. |
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