Impressionismus
war eine Kunstbewegung des 19. Jahrhunderts, die
als lose Verbindung Pariser Künstler begann, die anfingen, ihre
Kunst um 1860 öffentlich auszustellen. Der Name der Bewegung
wird vom Titel eines Gemäldes Claude Monets (Impression, soleil
levant - Eindruck, Sonnenaufgang) abgeleitet, der den Kritiker Louis
Leroy anregte, um die Bezeichnung in einem satirischen Bericht zu
prägen, den er in "Le Charivari" veröffentlichte.
Charakteristisch für die Malerei des Impressionismus sind sichtbare
Pinselstriche, offene Komposition, Schwerpunkt auf Licht in seinen
sich ändernden Eigenschaften (häufig die Effekte der vergehenden
Zeit betonend), alltägliches Thema, die Einbeziehung der Bewegung
als entscheidendes Element und ungewöhnliche Blickwinkel.
Das Auftreten des Impressionismus in den bildenden Künsten wurde
bald von analogen Bewegungen in anderen Medien gefolgt, die als impressionistische
Musik und Impressionistische Literatur bekannt wurden.
Impressionismus beschreibt auch die Kunst, die in diesem Stil, aber
außerhalb des späten 19. Jahrhunderts ausgeübt wird.
Radikal für ihre Zeit, brachen die frühen Impressionisten
die Regeln der akademischen Malerei. Sie fingen an Farben und Pinselstrich
freizügiger zu verwenden, Inspiration in der Arbeit der Maler,
wie sie Maler wie Eugene Delacroix auszeichneten. Sie führten
die Malerei aus dem Studio heraus und ins Freie, in die Natur. Vorher
waren nicht nur Stilleben und Portraits, sondern auch Landschaften
zuhause gemalt worden. Die Impressionisten aber fanden, daß
sie die momentanen und vorübergehenden Effekte des Tageslichtes
nur einfangen konnten, wenn sie zur Gänze im Freien malten. Realistische
Szenen des modernen Lebens einfangend, hoben sie den Gesamteindruck
gegenüber den Details hervor. Sie verwendeten kurze Pinselstriche
reiner, ungemischter Farbe, nicht in glatten Übergängen,
wie es bisher üblich war, um den Effekt der intensiven Farbe
zu erzielen.
Obgleich der Impressionismus in Frankreich begann, zu einer Zeit
als eine Anzahl von anderen Malern, einschließlich der italienischen
Künstler, die als die Macchiaioli bekannt sind und Winslow Homer
in den Vereinigten Staaten, sich mit Ähnlichen beschäftigten,
entwickelten die Impressionisten neue Techniken, die für die
Bewegung spezifisch waren. Alles in allem, argumentierten die Anhänger,
führten die Gemälde des Impressionismus in eine andere Art
und Weise des Sehens, war es eine Kunst der Unmittelbarkeit und der
Bewegung, des Spiels von Licht ausgedrückt in hellem und mannigfaltigen
Gebrauch von Farbe.
Die Öffentlichkeit, zuerst feindlich eingestellt, begann nach
und nach einzusehen, daß die Impressionisten einen frischen
und ursprünglichen Ausdruck in Ihre Gemälde brachten, selbst
wenn das nicht die Zustimmung der Kunstkritiker und des Kunstestablishments
fand.
Indem er die Empfindung des Auge darstellte, welches das Motiv betrachtet,
anstatt das Motiv neu zu erschaffen und indem eine Vielzahl von Techniken
und Formen neu entwickelt wurden, war der Impressionismus wegbereitend
für verschiedene Bewegungen, einschließlich Neo-Impressionismus,
Post-Impressionismus, Fauvism und Kubismus die darauf folgen werden.
Die wichtigsten Impressionisten
* Mary Cassatt (in Amerika geboren, wohnte sie in Paris und nahm an
vier Impressionisten Ausstellungen teil)
* Paul Cézanne (obgwohl er später mit den Impressionisten
brach)
* Edgar Degas (an sich ein Realist, der die Bezeichnung Impressionismus
verachtete, wird aber wegen seiner Loyalität zur Gruppe als Impressionist
betrachtet)
* Édouard Manet (der sich selbst nicht als Impressionisten
sah, wird aber im Allgemeinen als einer betrachtet)
* Claude Monet (der produktivste der Impressionisten und der welcher
die neue Ästethik am deutlichsten ausdrückte)
* Camille Pissarro
* Pierre-Auguste Renoir
* Alfred Sisley
Post-Impressionismus
Post-Impressionismus entwickelte sich aus dem Impressionismus. Nach
1880 fingen einige Künstler an, unterschiedliche Regeln für
den Gebrauch von Farbe, Muster, Form und Linie zu entwickeln, abgeleitet
vom Impressionismus.
Beispiel: Vincent Van Gogh, Paul Gauguin, Georges Seurat und Henri
De Toulouse-Lautrec. Diese Künstler waren etwas jünger als
die Impressionisten, und ihre Arbeit wurde als Post-Impressionismus
bekannt. Einige der ursprünglichen Impressionisten wagten sich
auch auf dieses neue Gebiet: Camille Pissarro,Paul Cézanne
und sogar teilweise Claude Monet.
Viele Bilder der Impressionisten existieren tausendfach als Reproduktionen, als
handgemalte Ölbilder und ermöglichen es vielen Kunstfreunden
vollendete Kunst zu erschwinglichen Preisen an die heimische Wand
zu hängen.
Reproduktionen der anderen Art sind Ölgemälde die nach
einem Foto, oder einer anderen Vorlage gemalt werden. Dabei können
kleine Fehler der Fotografie beseitigt werden und das Bild nach den
Wünschen des Auftraggebers gestaltet werden.
oidahabara
|