Carl Spitzweg
Nach seiner Schulzeit durchlief er eine Apothekerlehre in der Königlich-Bayerischen- Hofapotheke in München. Daran schloss sich ein Studium der Pharmazie, Botanik und Chemie an bis er 1833 den Entschluss fasste, sich nur noch der Malerei zu widmen. 1835 wurde Carl Spitzweg Mitglied des Münchner Kunstvereins und ab 1844 Mitarbeiter der „Fliegenden Blätter“. Carl Spitzwegs Bilder zeichnen sich durch die Darstellung der Menschen in ihrem zeitbedingten Milieu aus. In seinen meist kleinformatigen Bildern schildert er kauzige Sonderlinge, romantische Begebenheiten, kurz, das Biedermeierliche Kleinbürgertum. Auch konnte er, bedingt durch seine Ausbildung als Apotheker, seine Farben selbst mischen. Er verwendete zum Beispiel ein ganz bestimmtes leuchtendes Blau, das charakteristisch für seine Bilder ist.
Carl Spitzweg hat gerne Menschen mit ihren Liebhabereien gemalt. Bilder wie „Der Bücherwurm“ oder „Der Kaktusfreund“ zeigen Menschen, die ganz in ihrer Liebhaberei aufgehen. Durch seine Reisen bekam Carl Spitzweg auch Einblicke in die Lebensweise fremder Völker, die er ebenfalls in Bilder umsetzte. Mit zunehmendem Alter malte Spitzweg auch immer mehr Landschaftsbilder und Idyllen. In diesen Bildern erscheint seine Malweise aufgelockerter und nähert sich eher dem Impressionismus. Carl Spitzweg war bereits zu seinen Lebzeiten ein bekannter und gefragter Maler der besonders im zu neuer Kaufkraft gelangen Bürgertum Bewunderung fand. Nachdem er einige Zeit fast vergessen war, bekamen seine Bilder nach dem Zweiten Weltkrieg wieder erhöhte Popularität. Weniger bekannt ist, dass Carl Spitzweg auch als humorvoller Dichter tätig war. Er veröffentlichte Gedichte und auch viele seiner Briefe wurden veröffentlicht. |
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