Alfons Mucha
Er besuchte von 1879 bis 1881 eine Schule für Bühnendekoration in Wien und abends zusätzlich eine Zeichenklasse. Er erhielt einige kleiner Aufträge für dekorative Malereien und erfuhr Förderung durch den Grafen Khuen-Belasi. 1882 wurde Mucha mit der Innenausgestaltung des Schlösschens Emmahof bei Grusbach in Mähren beauftragt, welches für seinen Förderer entstand. Auch im Stammschloss der Familie Khnuen-Belasi in Eppan in Südtirol führte er weitere Malereien aus. Anlässlich der Weltausstellung zog es Mucha nach Paris, das zu dieser Zeit als das Mekka der Künste galt. Dort lebte er in bescheidenen Verhältnissen und nahm Unterricht bei verschiedenen Lehrern. Er hielt sich mit Aufträgen für Buchillustrationen über Wasser und teilte sich kurze Zeit ein Studio mit Paul Gauguin.
Alfons Mucha entwarf zwischen 1896 und 1900 nicht nur Plakate sondern auch Aktien und Obligationen tragen seine unverwechselbare Handschrift. 1901 wurde er zum Ritter der französischen Ehrenlegion geschlagen und reiste 1902 mit Auguste Rodin nach Mähren. 1904 ging Mucha in die USA und lehrte dort zwei Jahre an der Akademie für Bildende Künste in New York. Nach dem Ersten Weltkrieg schwand sein Erfolg. Er war aber in der Tschechoslowakei weiterhin künstlerisch tätig. So entwarf er beispielsweise Briefmarken, Banknoten und Orden für den noch jungen tschechoslowakischen Staat. Im Auftrag eines amerikanischen Millionär schuf Mucha einen Zyklus von 20 Gemälden über die Geschichte der slawischen Völker. Mucha war einer der Ersten, die nach dem Einmarsch deutscher Truppen 1939 interniert wurden. Er verstarb am 14. Juli 1939 an den Folgen einer Lungenentzündung. |
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